Neue, nicht einheimische Tier und Pflanzen nennt man Neobiota. Wenn sie sich stark ausbreiten und dabei einheimische Pflanzen und Tiere verdrängen, werden sie auch als invasiv bezeichnet. Bedrohen sie dadurch die heimische Artenvielfalt oder unsere Gesundheit werden solche Arten zum Problem.
Japanischer Staudenknöterich
Die grössten Bestände invasiver Neophyten sind entlang der Gewässser Aare, Chräbs- und Steinibach zu finden. Dort breitet sich vor allem der japanische Staudenknöterich aus. Ein einziger abgerissener Zweig reicht aus, um - vom Wasser transportiert -, eine neue Fläche zu besiedeln.
Einjähriges Berufkraut und kanadische Goldrute
Stark im Vormarsch sind auch das einjährige Berufkraut und die kanadische Goldrute entlang von Wiesen, Strassenrändern und Böschungen.
Götterbaum
Der Götterbaum verträgt Hitze, Trockenheit, schlechte Böden und bildet dazu auch noch viele Samen. Mit diesen Eigenschaften kann er auch Risse und Löcher in versiegelten Flächen mitten im Siedlungsraum besiedeln und dadurch Schäden an Wegen und Mauern verursachen.
Essigbaum und Kirschlorbeer
Der Essigbaum breitet sich stark über Wurzelausläufer aus, verdrängt dabei einheimische Arten und ist, einmal im Boden, schwer zu kontrollieren. Im Wald trifft man dagegen immer häufiger auf Kirschlorbeer. Dessen Beeren werden von Vögeln aus den Gärten in die angrenzenden Wälder verschleppt.
Sommerflieder
Der Sommerflieder ist ein Neophyt aus Asien. Obwohl die Pflanze viele Insekten anzieht, bildet sie oft sterile Blüten, die wenig oder keinen Nektar liefern. Heimische Wildbienen und Schmetterlinge finden dadurch nicht genug Nahrung und heimische Pflanzen werden weniger oft bestäubt.
Riesen-Bärenklau und Ambrosia
Einige invasive Pflanzen können auch ein Gesundheitsrisiko darstellen. Der Riesen-Bärenklau verursacht schmerzhafte Hautreizungen, wenn man mit der Pflanze in Kontakt kommt, und Ambrosia kann durch ihre Pollen starken Heuschnupfen und Asthmaanfälle auslösen. Für diese Pflanzen besteht eine Meldepflicht.
Asiatische Hornisse
Für die Imkerei und den Naturschutz stellt die asiatische Hornisse eine ernstzunehmende Gefahr dar, da sie grosse Mengen Insekten als Futter für ihre Larven jagt und dadurch ganze Bienenvölker auslöschen kann. Es ist daher wichtig, Nester möglichst rasch zu erkennen und zu melden.
Asiatische Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke kann Krankheiten wie Dengue Fieber oder Chikungunyafieber übertragen und ist auch tagsüber aktiv. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten stehende Wasserstellen regelmässig entfernt oder geleert werden, bevor sich die Larven entwickeln können.