Der Klimawandel hat zur Folge, dass es häufiger zu heftigeren Regenfällen kommt. Wärmere Luft führt zu mehr Verdunstung und grösseren Wassermengen in der Luft, die dazu auch noch schneller in kältere Luftschichten aufsteigen. Dadurch können Regenmengen, die früher über Tage gefallen sind, vermehrt innerhalb weniger Stunden niedergehen.
Vom Wasser gesättigte und verdichtete Böden, wie sie in Siedlungsgebieten zu finden sind, sind jedoch nicht in der Lage, solche Wassermengen in so kurzer Zeit aufzunehmen. Statt im Boden zu versickern, beginnt das Wasser, oberflächlich und in die Kanalisation abzulaufen, was diese überlastet und zu Überschwemmungen führen kann.
Durch Massnahmen wie der Ersatz von Asphaltflächen durch sickerfähige Alternativen, Auffangbecken und abwechslungsreiche Grünbereiche kann unsere Umwelt dabei unterstützt werden, auch grosse Wassermengen wie ein Schwamm aufzunehmen und während Trockenzeiten langsam wieder abzugeben. Besonders wirksam sind dabei strukturreiche Bepflanzungen mit heimischen Stauden, Sträuchern und Bäumen. Sie bremsen mit ihrem Blätterwerk den Regen vor dem Auftreffen auf dem Boden ab und lockern durch ihre Wurzeln gleichzeitig das Erdreich auf. Zusätzlich können – bei geeigneter Bodenbeschaffenheit – Sickeranlagen gebaut werden. Diese speichern Regenwasser und geben es zeitlich verzögert an den Boden und das Grundwasser ab. Dadurch steht es Pflanzen in Trockenzeiten wieder zur Verfügung und verursacht keine Schäden.
Auch mit diesen Massnahmen bleibt es trotzdem wichtig, einer weiteren Erwärmung der Atmosphäre vor allem auch mit einer Reduktion von Treibhausgasen, entgegenzuwirken und damit das Problem an seiner Wurzel anzugehen.