Zusammenfassung Die Jahresrechnung der Gemeinde Zollikofen schliesst mit einem betrieblichen Aufwandüberschuss von 0,79 Mio. Franken ab. Das Defizit wurde mit der Vornahme von übrigen Abschreibungen von 5 Mio. Franken zusätzlich erhöht.
Die Laufende Rechnung 2015 schliesst bei Aufwendungen von 49,06 Mio. Franken und Erträgen von 48,27 Mio. Franken mit einem betrieblichen Aufwandüberschuss von 0,79 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 1,24 Mio. Franken. Im Vergleich zum Budget beträgt die Saldoverbesserung 0,45 Mio. Franken. In vielen Aufgabenbereichen konnten durch eine sorgfältige Ausgabendisziplin die veranschlagten Budgetwerte eingehalten, beziehungsweise unterschritten werden.
Das Defizit wird mit den übrigen Abschreibungen von 5,0 Mio. Franken auf dem Verwaltungsvermögen zusätzlich erhöht. Die übrigen Abschreibungen wurden im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsmodells (HRM2) per 1. Januar 2016 vorgenommen. Der Grosse Gemeinderat hat anlässlich der Budgetsitzung 2016 vom Herbst 2015 einen entsprechenden Nachkredit genehmigt. Das Eigenkapital reduziert sich um den Aufwandüberschuss auf neu 8,17 Mio. Franken, was etwa 5,5 Steueranlagezehnteln entspricht. Durch den erwarteten Mittelzufluss aus dem Verkauf des Betagtenheims wird sich das Eigenkapital in den nächsten Jahren wieder erhöhen.
Die Nettoinvestitionen von 4,91 Mio. Franken konnten grösstenteils selbst finanziert werden. Ursprünglich sah der Gemeinderat ein höheres Investitionsvolumen von rund 6,89 Mio. Franken vor. Die Abweichung ist vorwiegend auf die geringere Investitionstätigkeit im gebührenfinanzierten Finanz-haushalt zurückzuführen.
Entgegen den Planberechnungen mussten keine Neuaufnahmen von mittel- und langfristigen Schulden vorgenommen werden. Zwecks Liquiditätssicherstellung weist der Finanzhaushalt per Bilanzstichtag jedoch einen kurzfristigen Überbrückungskredit von 3,0 Mio. Franken aus.
Der Gesamtsteuerertrag liegt rund 0,39 Mio. Franken unter den budgetierten Werten. Der Minderertrag ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Einkommenssteuern von natürlichen Personen. Der Gemeindebeitrag an den Finanzausgleich blieb mit 0,11 Mio. Franken unter dem errechneten Wert. Diese Abweichung ist auf die durchschnittlich geringeren Steuererträge der Vorjahre zurückzuführen. Beim Personalaufwand sind ferner Minderaufwendungen von 0,2 Mio. Franken zu verzeichnen.
Beschluss 1. Von der Berichterstattung für den NPM-Bereich Sekundarstufe I (HRM-Kontengruppe 212) für das Jahr 2015 einschliesslich des damit verbundenen Nettoaufwandes von Fr. 301'916.60 wird Kenntnis genommen.
2. Die Jahresrechnung für das Jahr 2015, abschliessend mit
- einem Aufwandüberschuss von Fr. 5'789'377.79;
- Nettoinvestitionen von Fr. 4'910'486.01;
- Eigenkapital von Fr. 8'167'277.39
wird genehmigt.