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GESCHICHTE IM ÜBERBLICK


Die unten aufgeführten Eckdaten zur Geschichte Zollikofens stammen aus der Dorfchronik, ein 200 Seiten umfassendes Werk mit vielen Informationen aus der Eiszeit bis hin zur Neuzeit! Viele interessante Aufnahmen vervollständigen diese Ausgabe von 1991, die momentan vergriffen ist. Ein Exemplar liegt am Empfang der Gemeindeverwaltung zur Ansicht auf.

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Vor 14'000 Jahren: In der letzten Eiszeit, die vor ungefähr 14'000 Jahren zu Ende ging, lag über Zollikofen eine über 350 Meter mächtige Eismasse. Die Landschaft im Raume Zollikofen ist ganz wesentlich von den Eiszeiten geprägt worden.

13. Jh. v. Chr.: Aus der Übergangszeit von der Mittelbronze- zur Spätbronzezeit stammt der älteste archäologische Fund auf dem Gemeindegebiet: Zwei bronzene "Riesennadeln".

Um das Jahr 0: Die mittelalterliche, später in ein Barockschloss verwandelte Burg Reichenbach ist höchstwahrscheinlich aus einem römischen Flusskastell entstanden, das mit dem Castrum auf der Engehalbinsel in Verbindung stand.

Ohne Zweifel haben die Römer das umfangreiche Tuffsteinvorkommen, heute noch hinter dem Restaurant Reichenbach sichtbar, abgebaut. In der ehemaligen Römersiedlung auf der Engehalbinsel findet sich nämlich in den Mauerresten vorwiegend Tuffstein. Unten am Steinibachwäldchen, bei der Einmündung des Steinibachs in die Aare, befand sich eine Brücke, welche die römische Siedlung auf der Engehalbinsel mit dem rechten Aareufer verband. Zusammen mit dieser Brücke wird auch der Begriff "Zuninkoven" in einer Urkunde von 1061 erwähnt.

5. Jh. nach Chr.: Die Alemannen dringen von Norden her als Siedler ins Aaretal bis in die Gegend von Zollikofen und verdrängen die Römer. Sie teilen das verfügbare Land unter sich auf, wobei die Sippe des Zollo mit seinen Ingen (bedeutet Nachkommen) sich hier niederlässt. Weshalb der Ort die Höfe der Ingen des Zollo, also Zollinghofen (Cholinchove, erstmals erwähnt im Jahr 942) genannt wurde, woraus später der Name Zollikofen entstanden ist.


14. Jh. nach Chr.: Die Herrschaft Reichenbach mit ihren Marchen, Waldungen, Gewässern und bewohnten Örtlichkeiten bestand bis 1830 und ist mit der heutigen Einwohnergemeinde Zollikofen identisch. Sie wurde zu Beginn des 14. Jh. von Rudolf von Erlach, dem Sieger von Laupen, gegründet. Es folgten etliche Besitzerwechsel.


1683: Die Herrschaft Reichenbach geht an Beat Fischer, Landvogt von Wangen a. A. Beat Fischer gilt als Begründer des Schweizerischen Postwesens. Er erstellte zwischen 1683 - 1688 anstelle der alten Burg das Schloss im Hochbarockstil. Neben dem Schloss gründete er eine Bierbrauerei, angeblich auf Anregung seiner durstigen, -wen wunderts- aus Bayern stammenden Postreiter.  Die Fischerpost war eine der bedeutendsten europäischen Postbetriebe der damaligen Zeit und der wichtigste Schweizerische Postbetrieb.

1798: Als die Franzosen nach dem letzten Gefecht im Grauholz in Bern einzogen, änderte auch die Herrschaft Reichenbach. Die herrschaftlichen Rechte fielen dahin und die neue politische Körperschaft nannte sich Zollikofen.

1811: Im Jahre 1811 löste sich Zollikofen von der Herrschaft Reichenbach und wurde eine selbständige Ortsgemeinde mit rund 500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der erste Gemeinderat wurde noch nicht vom Volk, sondern vom Oberamtmann des Amtsbezirkes, heute Regierungsstatthalter, eingesetzt. Die Fischerpost wurde nach der Gründung der Eidgenossenschaft verstaatlicht und in die PTT integriert.

1834 waren 24 Bürger von Zollikofen stimmberechtigt - die Grundbesitzer.

1835 gab sich Zollikofen das erste Gemeindereglement und nannte sich Einwohnergemeinde.

1850: Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass nach Staatsverfassung alle, das heisst auch die besitzlosen Einwohner, sich in das Stimmregister eintragen lassen konnten. 1858 stieg die Zahl der Stimmberechtigten auf 199. Sie blieb bis Ende des 19. Jh. konstant. Wer unterstützungsbedürftig war, wurde aus dem Stimmregister gestrichen.

1877: Wurde mit der Backstein-Fabrik die grösste Industrieanlage von Zollikofen gegründet. An ihrer Stelle steht heute der "Ziegeleimärit".

Ab 1918: Nach der Jahrhundertwende begannen die politischen Parteien ihre staatsbürgerlichen Aufgaben verstärkt wahrzunehmen. Bis 1976 waren im Gemeinderat ausschliesslich SVP, SP und FDP vertreten. Während von 1918 - 1947 die SP den Gemeinderat mit fünf von neun Sitzen dominierte, stellen seit 1948 die bürgerlichen Parteien SVP und FDP in der Regel mit fünf bis sechs Sitzen die Mehrheit.

1930: Vernichtete ein Vollbrand die Ziegelei Zollikofen.

1939: Beim Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Kirche Zollikofen fertig gestellt. Zuvor gehörte Zollikofen zur Kirchgemeinde Bremgarten-Zollikofen. Doch die starke Bevölkerungszunahme machte eine eigene Kirche notwendig.

1964: Mitte 60-er Jahre wurde in Zollikofen der Grosse Gemeinderat (Parlament) mit 40 Sitzen eingeführt.

1968: Drei Jahre vor der Eidgenossenschaft beschliessen die Stimmbürger, das Stimm- und Wahlrecht solle fortan auch den Frauen zustehen. Ende 1990 zählte Zollikofen 6277 Stimmberechtigte.

2008: An der Schwelle zum neuen Jahrtausend zählt Zollikofen rund 9'500 Einwohnerinnen und Einwohner. Am 20. März 2008 fand im Rahmen einer kleinen Feier die Begrüssung des 10'000sten Einwohners statt. "Ein Dorf wird zur Stadt", lautete der Titel der von der Gemeinde herausgegebenen Medienmitteilung.